[Update] Microsoft "Bing": Weshalb "Strumpfhose" nicht gefunden wird
Strumpfhosen-Affäre von Microsofts Bing-Suche zieht Kreise
In die Strumpfhosen-Affäre von Microsofts neuer Suchmaschine Bing kommt Bewegung. Der Moral-Hygienefilter ist einem deutschen Gesetz aus dem Jahre 2003 geschuldet. Weshalb die "Strumpfhose" gefiltert werde, würden derzeit Suchmaschinen-Experten in den USA untersuchen, gab ein Konzernsprecher gegenüber magnus.de bekannt. Eine erste Bestandsaufnahme der Zensurursachen.
Anfang Juni hatte Microsoft in Deutschland die Beta-Version seiner Entscheidungsmaschine Bing gestartet. Überraschung: Die neue Suchmaschine zensiert Begriffe wie "Strumpfhose". Anstatt einer Trefferliste erhält der Nutzer die Nachricht: "Der Suchbegriff Strumpfhose führt möglicherweise zu sexuell eindeutigen Inhalten" (magnus.de berichtete).
"Wir fühlen uns in der Sache an den Jugendmedienschutzstaatsvertrag vom 1. April 2003 gebunden und haben mit entsprechenden Maßnahmen unsere Produkte wie Search, MSN Spaces oder Bing angepasst", versicherte Microsoft-Sprecher Thomas Baumgärtner am Dienstag auf Nachfrage von magnus.de. Jugendschutz sei für Microsoft sehr wichtig, deshalb lege man besonderen Wert darauf, den Zugriff auf jugendgefährdende Angebote für Kinder und Jugendliche zu erschweren. "Eine gänzliche Kontrolle ist unserer Meinung nach auch technisch nicht gänzlich realisierbar", so Baumgärtner weiter.
Die technische Seite
In einem zweiten Schritt werde die Relevanz der Treffer errechnet und die Reihenfolge der Treffer in der Liste festgelegt. Es könne aber vorkommen, dass aufgrund der Relevanz ein Begriff aus der Liste erst gar nicht zur Anzeige komme. Weshalb der Begriff "Strumpfhose" in der deutschen Websuche auf Bing gefiltert würde, sei ein Rätsel und werde derzeit von Experten in den USA untersucht.

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